Parodontitis
Oft unbemerkt und weit verbreitet kann Parodontitis zu Zahnverlust führen. Eine Behandlung beugt vor.

Die Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat. Davon abgeleitet beschreibt die Parodontitis eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt. Sie geht mit einem Halteverlust (Abbau des Zahnhalteapparates, Parodontose) einher. Man unterscheidet zwischen der apikalen Parodontitis (von der Wurzelspitze ausgehend) und der marginalen Parodontitis (vom Zahnfleischsaum ausgehend).

Die beiden Parodontitiden können auch ineinander übergehen (Paro-Endo-Läsionen).

Unter Parodontitis (veraltet auch Paradentose) versteht man hingegen den Schwund des Zahnhalteapparats (Zahnfleisch, Wurzelhaut und Alveolarknochen), der in seltenen Fällen auch ohne Entzündung auftreten kann.

Ablauf der Parodontitis-Behandlung

  1. Keimbestimmung
  2. Röntgenbild
  3. Vermessung des Knochenabbaus und Dokumentation
  4. Professionelle Zahnreinigung
  5. Kürettage und Wurzelreinigung (unter dem Zahnfleisch) ohne Schnitte
  6. Nachkontrolle
  7. Professionelle Zahnreinigungen alle 6 Monate

Wie kann ich eine Parodontitis erkennen?

Alles beginnt mit Zahnfleischbluten, das auf eine Entzündung hinweist. Durch die Entzündung schwillt das lokale Zahnsaumgewebe an und es bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen Bakterien bessere Lebensbedingungen vorfinden als an der Zahnoberfläche. Außerdem sind sie jetzt schon schlechter zu entfernen.

Welche Folgen sind damit verbunden?

Durch Bakterientoxine (Gifte, die beim Stoffwechsel der Bakterien anfallen), die in das umgebende Gewebe abgegeben werden, kommt es zu einem Schwund am Alveolarknochen. Die Tasche vertieft sich. Das Zahnfleisch verliert seine Stütze und zieht sich in Richtung Kieferkamm zurück. Der Zahn beginnt zu wandern und wird immer lockerer, da das umgebende Bindegewebe in Folge der Entzündung abgebaut wurde. Unbehandelt steht am Ende ein Zahnverlust!

Risiko Parodontitis

Die Erkrankung an Parodontitis wird leider immer noch deutlich unterschätzt. Dabei erhöht sie das Risiko für Lungenentzündungen oder Schlaganfällen, kann zu Muskelentzündungen am Herzen, erhöhten Zuckerwerten bei Diabetikern und bei Schwangeren sogar zu Frühgeburten führen.

Keine Angst vor Prophylaxe und Behandlung

Bis auf wenige Ausnahmen kann man sie durch perfekte Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigung, ausgewogene Ernährung und Raucher-Entwöhnung in den Griff bekommen.

Sollte trotz Prophylaxe eine Parodontitisbehandlung bei Ihnen notwendig werden, vergessen Sie die schlimmen Geschichten von "guten Freunden oder Bekannten", die Ihnen von aufgeschnittenem Zahnfleisch und furchtbaren Schmerzen erzählen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Fragen Sie in diesem Fall lieber uns und lassen Sie sich fachkundig über den Ablauf einer solchen Behandlung aufklären.

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